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News - News - Wie entsteht ein Ringbuch?
VELOCOLOR® Ringbücher

Wie kommen eigentlich die Metallbügel in das Ringbuch?

27.05.2010 - Der Ordner oder das Ringbuch sind beliebte Hilfsmittel zum Wegordnen, Transportieren, Archivieren und Sortieren von Papier. Es gibt verschiedene Ausführungen, unterschiedliche Größen, Farben, Muster und Mechaniken. Doch wie entsteht so ein Ordner?
Wir stellen die Herstellung in der sogenannten "buchbinderischen Verarbeitung" vor.
1. Hier werden einteilige Pappen verarbeitet, das bedeutet, die Pappe ist so groß wie das spätere Ringbuch. Sie wird vorher auf das richtige Format zugeschnitten. Das gängigste Format ist DIN A4, aber auch Größen von DIN A3 bis DIN A6 werden produziert.
2. Im zweiten Schritt werden der Außen- und Innenbezug hergestellt. Der Außenbezug ist ein Papier, das meistens mithilfe des Offsetdrucks mit einem Motiv bedruckt wird. Theoretisch könnte man dieses bedruckte Papier nun auf der Pappe anbringen und hätte schon einmal die Außenseite fertig. Nur würde das Ringbuch dann nicht lange halten. Schon die Verarbeitung würde Spuren hinterlassen, und spätestens nach kurzer Benutzung wäre das Ringbuch dann beschädigt oder kaputt. Aus diesem Grund und weil es einfach besser aussieht, wird der Außenbezug veredelt.
3. Beim Veredeln wird auf das bedruckte Papier eine hauchdünne Folie zusammen mit einem speziellen Klebstoff aufgetragen. Trotz der Veredelung ist der Einband des Ordners später wieder voll zu recyclen.
4. Die ersten drei wichtigen Komponenten des Ringbuchs sind vorhanden. Jetzt muss noch alles zusammengesetzt werden. Im ersten Schritt wird der Außenspiegel auf die Pappe geklebt. Dazu werden die Pappen in einer Maschine eingezogen. Der Außenbezug wird mit einem Spezialleim besprüht und auf der Pappe angebracht.
5. Im zweiten Arbeitsschritt wird dann in der nächsten Maschine ein ähnlicher Vorgang ausgeführt, nur dass hier nun der Innenspiegel aufgeklebt wird. Der Außen-, aber auch der Innenbezug muss auf den Millimeter genau angebracht werden, sonst sieht das Ringbuch, wenn es fertig ist, schief aus.
Fertig ist das Ringbuch aber noch lange nicht. Bis jetzt existiert quasi nur der Rahmen, auch Ringbuchdeckel genannt. Man kann es noch nicht auf- und zuklappen, und eine Mechanik ist auch noch nicht vorhanden.
6. Dem Ringbuch wird durch das Nuten die nötige Form verpasst, damit es überhaupt möglich ist, es auf- und zuzuklappen. Dabei werden zwei Linien auf dem Ringbuchdeckel so eingedrückt, dass man danach die Form des Ringbuchrückens hat.
Jetzt fehlt nur noch die Mechanik. Diese wird auf der hinteren Seite des Buches angelegt und, je nach Größe der Mechanik, mit Nieten festgemacht.
Es stehen Mechaniken in verschiedenen Varianten zur Verfügung. Zuerst wird entschieden, ob die Mechanik zwei oder vier Ringe haben soll und welche Größe sie haben soll. Dies entscheidet darüber, mit wie viel Inhalt das Ringbuch gefüllt werden kann.
Jetzt muss noch die Form der Mechanik festegelegt werden. Bei einer Mechanik mit runden Ringen ist es einfach, in den Zetteln im Ordner zu blättern. Bei einer Mechanik in Bügelform, das heißt, die Mechanik ist nicht rund, sonder hat gerade Seiten, sind die Zettel alle mit einer gleichen Länge ausgerichtet. Die Combi-Mechanik kombiniert die Vorteile der ersten beiden Mechaniken. Auf der einen Seite ist sie gerade, sodass die Zettel alle gleich ausgerichtet sind, auf der anderen Seite ist sie run, dadurch wird das Umblättern vereinfacht. Bei großen Ringordnern wird oftmals eine Hebelmechanik verwendet. Diese wird nicht durch das Auseinanderziehen der Ringe, sondern durch einen Hebel geöffnet. Bei großen Mechaniken ist diese Technik für Anwender einfacher und komfortabler.
8. + 9. Durch nachträgliche Prägungen oder durch Einleger erhält das Ringbuch ein jeweils anderes Gesicht für den jeweils entsprechenden Einsatzzweck.




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